Master-Point-Methode – wenn Schmerz einen genauen Ort hat

Manchmal braucht es nicht mehr Druck — sondern den richtigen Punkt.
— Elisabeth Hollinger

Die Master-Point-Methode nach Dr. Andrea Baumgartner ist eine gezielte Faszientechnik. Sie arbeitet präzise an Triggerpunkten — jenen Stellen im Gewebe, wo sich Spannung konzentriert, Schmerz ausstrahlt oder Bewegung blockiert ist.

Wo klassische Berührung an die Grenze stößt, ermöglicht diese Methode einen direkten, punktgenauen Zugang ins Gewebe.

Wann die
Master-Point-Methode sinnvoll sein kann

  • Akute oder chronische Schmerzmuster mit klar lokalisierbarem Ursprung

  • Ausstrahlende Schmerzen — zum Beispiel vom Nacken in den Arm oder vom Rücken ins Bein

  • Muskeln die trotz anderer Behandlungen nicht loslassen wollen

  • Bewegungseinschränkungen durch Faszienverklebungen

  • Als gezielte Ergänzung zu Shiatsu bei hartnäckigen Schmerzpunkten

  • Narbenentstörung — bei Narben die ziehen, tauben, jucken oder den Energiefluss blockieren

Narbenentstörung — wenn alte Wunden noch wirken

Mögliche Einsatzbereiche:

  • Kaiserschnittnarben

  • Narben nach Operationen, Unfällen oder Gelenkeingriffen

  • Laparoskopische Narben (auch kleine Einstiche können tief wirken)

  • Impfnarben, Piercing-Narben

  • Alte Narben, die ziehen, tauben, jucken oder brennen

Narben sind mehr als sichtbare Spuren auf der Haut. Auch Jahre nach einer Operation, einem Unfall, einer Geburt oder einem Eingriff kann Narbengewebe den Energiefluss im Körper beeinflussen — oft weit entfernt vom eigentlichen Ort der Narbe.

Verklebte Faszien, unterbrochene Meridiane, taubes Gewebe oder diffuse Beschwerden, die sich nicht klar erklären lassen — manchmal liegt die Ursache in einer alten Narbe, an die niemand mehr denkt.

Ich arbeite mit der Master-Point-Methode gezielt an und rund um die Narbe — achtsam, punktgenau und immer in Abstimmung mit deinem Empfinden. Ziel ist es, das Gewebe wieder in den Gesamtfluss des Körpers zu integrieren. Manchmal lösen sich dabei nicht nur körperliche Spannungen — auch Emotionen, die im Gewebe gespeichert wurden, dürfen dabei auftauchen und loslassen.

Wichtig zu wissen:
Narbenentstörung ist erst möglich, wenn die Wunde vollständig geschlossen und verheilt ist — in der Regel frühestens nach drei bis vier Wochen, oft besser später. Wir klären das gemeinsam im Gespräch.

Wie ich die
Master-Point-Methode einsetze

Die Master-Point-Methode wird bei mir nicht isoliert angewendet, sondern immer im Kontext deiner aktuellen Situation und als Ergänzung zu Shiatsu.

Ich arbeite punktgenau — mit einem speziellen Stäbchen, dessen Spitze sehr gezielt ansetzt. Das kann für einen kurzen Moment piksen — ähnlich wie Akupunktur, aber ohne Nadeln. Dieser kurze Impuls gibt dem Gewebe das Signal, loszulassen.

Ich nenne es gerne: die Faszie austanzen lassen. Der Punkt wird gefunden — und dann darf das Gewebe selbst entscheiden, wie es sich neu ordnet.

Ich begleite dich dabei und orientiere mich jederzeit an deinem Empfinden.

Wann die
Master-Point Methode
nicht passend ist

Die Master-Point-Methode ist eine gezielte, intensive Technik — nicht in jeder Situation sinnvoll. In bestimmten Fällen arbeite ich bewusst ohne diese Methode oder wähle eine sanftere Alternative.

Dazu zählen:

  • Hautbeschaffenheit: Sehr empfindliche, gereizte oder verletzte Hautpartien.

  • Akute Zustände: Entzündungen oder frische Verletzungen im Behandlungsbereich.

  • Energetisches Level: Bei starker Erschöpfung oder hoher Sensibilität, wenn dein System eher Ruhe als einen intensiven Reiz benötigt.

  • Persönliches Empfinden: Wenn du dich mit der Methode schlichtweg nicht wohlfühlst.

  • Schwangerschaft: Hier bitte ich dich um eine kurze Rücksprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Im gemeinsamen Gespräch klären wir, was für dich und deinen Körper gerade stimmig ist. Dein Empfinden ist dabei immer entscheidend.